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Mrz
16

St. Joseph

St. Joseph auf Teneriffa

Die Kanarischen Inseln zählen, obwohl sie seit fast 30 Jahren über ein eigenes Parlament verfügen, zu Spanien. Und Spanien ist katholisch – zumindest zum großen Teil. Knapp 80 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, die den Glauben zumeist sehr ernst nehmen, auch wenn es mittlerweile Bestrebungen nach Lockerung des Kirchenrechts gibt, das einen Austritt aus der Kirche schlicht nicht vorsieht. Die Religionsfreiheit ist sogar verfassungsmäßig zugesichert. Deshalb sind die katholischen Feiertage auch auf den Kanarischen Inseln von Bedeutung für das Leben. Neben dem Nationalfeiertag der Kanaren, der auf den 30. Mai fällt, ist St. Joseph ein wichtiger katholischer Feiertag. Jedes Jahr am 19. März wird dieser Namenstag gefeiert.

Der heilige St. Joseph lebte in der Zeit im ersten Jahrhundert vor bis ins erste Jahrhundert nach Christus. Als irdischer Vater des Sohnes Gottes und Ehemann der Jungfrau Maria, gilt er in der christlichen Religion als Schutzpatron vor allem der Familie und der Gemeinde als Familie Christi, aber auch als Patron der Reisenden, der Sterbenden und natürlich auch der Zimmerleute, denn Joseph war von Beruf Zimmermann. Wie in allen südlichen Ländern hat die Familie auch in Spanien einen hohen Stellenwert. Der Namenstag des heiligen St. Joseph wird deshalb besonders gefeiert. Auch auf den Kanarischen Inseln bleiben an diesem Tag die Geschäfte geschlossen und Behördenmitarbeiter haben frei.

Die Südländer feiern gerne und so werden die christlichen Feiertage zum Anlass genommen bunte Straßenumzüge zu Ehren des jeweiligen Heiligen abzuhalten. Meist versammeln sich viele Menschen hinter der Statue des jeweiligen Heiligen und ziehen singend durch den Ort. Fröhliche, geistliche Musik und farbenprächtige Trachten der jeweiligen Regionen prägen das Straßenbild an einem solchen Tag. Wer als Besucher die Möglichkeit hat, sollte an einem solchen Umzug in jedem Fall teilnehmen und in die feiernde Menge eintauchen. Die Lebensfreude und die Liebe zu ihren Heiligen sind charakteristisch für die Menschen auch auf Teneriffa. Vielleicht ist ein christliches Fest, zum Beispiel am Tag des heiligen St. Joseph, eine gute Gelegenheit Einheimische kennenzulernen. Denn in den großen Touristenzentren der Kanarischen Inseln trifft man vergleichsweise selten auf echte Kanaren.

Den heiligen St. Joseph trifft man immer dort, wo familiäre Beziehungen bestehen, wo Reisende unterwegs sind oder wo das Ende des Lebens zum Thema wird. Deshalb sind es auch immer wieder Lehreinrichtungen, Plätze und natürlich Krankenhäuser und Kirchen, die diesem Patron geweiht sind.

Feb
05

Das Weltnaturerbe auf Teneriffa

Der Pico del Teide ist mit einer Höhe von 3.718 Metern nicht nur die höchste Anhebung der Insel Teneriffa. Er ist höchster Berg des spanischen Staatsgebietes und weiterhin sogar der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Das Gebiet um den als noch aktiv geltenden Pico del Teide ist seit dem Jahre 1954 Naturschutzgebiet und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Kanarischen Inseln. Viele Millionen Menschen haben den Naturpark El Teide bereits besucht. Und das hat Spuren hinterlassen, denn viele dieser Besucher haben sich Souvenirs vom Berg mitgenommen. Außerdem gab es immer wieder Schwierigkeiten, weil Wanderer wegen nicht geeignetem Schuhwerk mit zum Teil erheblichen Verletzungen geborgen werden mussten. Deshalb wird der El Teide verstärkt durch Wildhüter kontrolliert. Wer abseits der vorgeschriebenen Wege erwischt wird hat mit Strafen zu rechnen. Außerdem ist zur Besteigung des El Teide bis hoch hinauf auf den Gipfel eine Genehmigung erforderlich.

Diese Regelungen gelten allerdings nur für Besucher, die mit der Seilbahn bis zur Bergstation gelangen und von dort aus weiter hinauf wollen. Zu Fuß an dieser Station angekommen, ist keine Genehmigung nötig. Wer es bis hier auf Schusters Rappen geschafft hat, der gilt als vertrauenswürdig genug den weiteren Aufstieg im Einklang mit den Belangen der Natur zu bewältigen. Im Jahre 2007 wurde das Gebiet um den Pico del Teide von der UNESCO zum Weltnaturerbe erhoben. Seither haben noch mehr Menschen den El Teide erklommen.

Die Seilbahn führt bis in eine Höhe von 3.550 Metern. Von der Bergstation des El Teide aus hat man bei guten, klaren Wetterverhältnissen einen wundervollen Blick über die ganze Insel Teneriffa und sogar bis hin zu den benachbarten Inseln Gran Canaria, La Palma, La Gomera und der kleinsten der sieben Kanarischen Hauptinseln, El Hierro. Ein Ausflug zum Nationalpark El Teide ist von nahezu jedem Ort der Insel Teneriffa aus möglich. Natürlich gehört ein solcher Besuch zu den Highlights besonders für Wanderfreunde, die sich jedes Jahr zu etwa 3 Millionen hier einfinden. Allerdings befindet sich der Startpunkt der Seilbahn schon in einer Höhe von 2.356 Metern, deshalb ist auf jeden Fall gutes Schuhwerk ein Muss. Vom Berg Montana Blanca aus führt ebenfalls ein Wanderweg zur Bergstation. Wer den Sonnenaufgang vom Pico del Teide aus erleben möchte, hat außerdem die Möglichkeit, nach Voranmeldung, in der 3.250 Meter hoch gelegenen Schutzhütte Alta Vista zu übernachten. Ein Erlebnis, das zu den unverwechselbaren Höhepunkten einer Teneriffa Reise zählt.

Feb
02

Playas bei Taganana

Playas bei Taganana gehören zu den schönsten der Insel

Taganana ist ein kleiner Ort im norden der Kanarischen Insel Teneriffa. Hier leben etwa 700 Menschen und Touristen kommen nicht allzu häufig in dieses Dorf. Die kargen Felsgebilde im Anagagebirge bieten den Menschen Lebensraum, der viel von ihnen abverlangt. Allerdings ist der Ausblick über die Roques, die sich unterhalb urplötzlich aus den fluten des Atlantik erheben unvergleichlich. Die Küste nahe Taganana ist ursprünglich und immer wieder gibt es buchten in denen einsame Strände eine unentdeckte Idylle für den Besucher bereithält, der sich die Mühe macht, bis hier hin vorzudringen. Die wenigsten Playas bei Taganana sind allerdings Sandstrände. Außerdem gibt es an diesem Küstenabschnitt eine gefährliche Unterströmung, weshalb ein regelrechtes Schwimmen hier nicht möglich ist. Wer den Weg zu den Playas bei Taganana gefunden hat, wird aber sicher die unvergleichliche ruhe genießen und das Meer eher zum Baden nutzen.

Zu den bekanntesten Playas bei Taganana zählt der gleichnamige Playa de Taganana. Etwas weiter unterhalb Tagananas liegt der kleine Ort Roques de la Bodegas, der unter anderem auch für die gemütlichen Tavernen mit hervorragender Küche bekannt ist. Der Ort verfügt über einen kleinen Strand mit Sand und Kies, der gerne von Wanderern für eine ausgiebige Pause genutzt wird. Aber auch Einheimische treffen sich an den Wochenenden an diesem reinen Naturstrand. Hier kann man Baden aber auch vorzüglich Surfen.

Ein weiterer bekannter Strand in der Nähe Tagananas ist der Strand von Almàciga. Der schwarze Sandstrand ist bei Urlaubern und einheimischen gleichermaßen beliebt. Man kann hier ausgezeichnet Surfen und auch Wellenreiten. Allerdings gilt auch hier eine gewisse Vorsicht, wegen der schon erwähnten Unterströmungen, die immer wieder vorkommen können. Dieser Strand ist größer als der von Roques de la Bodegas. Gerade an den Wochenenden treffen sich hier Einheimische und Urlauber.

Der letzte der drei bekannteren Strände der Playas bei Taganana heißt Strand von Benijo, der seines Zeichens sogar zu den schönsten Naturstränden der gesamten Insel Teneriffa zählt. Wegen der Unterströmungen ist das Baden auch hier nicht ungefährlich. Etwas abseits des eigentlichen Strandes befinden sich hier einige Pfützen, die besonders für kleinere Kinder geeignet sind. Allen Playas bei Taganana gemein, ist die Ursprünglichkeit. Wer etwas Ruhe sucht, abseits der großen Touristenzentren, der ist hier genau richtig.